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Kfz-Versicherung 2017: neue Typ- und Regionalklassen vorgelegt

Alle Jahre wieder gibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) neue Typ- und Regionalklassen für die Kfz-Versicherung für das Folgejahr bekannt. In Abhängigkeit von Wohnort und Fahrzeug steigen oder fallen die auch als "Prämien" bezeichneten Gebühren für die Kfz-Versicherung.

Jede Typklasse soll die Schadensbilanz einzelner Fahrzeugtypen widerspiegeln, wobei gilt: Je weniger Schäden, desto niedriger die Typklasse und desto geringer die Kosten für die Kfz-Versicherung. Die Regionalklasse folgt ähnlichen Kriterien. Sie zeigt, in welchen Regionen Unfälle gehäuft vorkommen und beeinflusst ihrerseits die Kosten für Versicherungsnehmer. Zwar sind die Typklassen für die Versicherungsunternehmen unverbindlich. Dennoch stützen sich viele Versicherer bei der Berechnung ihrer Tarife auf die Zahlen.

Fast sieben Millionen Autos hochgestuft

Laut der Zahlen erhöht sich der Kfz-Versicherungsbeitrag durch die Neueinstufungen im Jahr 2017 um bis zu 510 Euro. Die Annahme: Der Halter eines vollkaskoversicherten BMW 218i Active Tourer zieht von der niedrigsten Vollkasko-Regionalklasse(Wesermarsch) in die höchste um (Ostallgäu). Die Gebühr würde dann von 598 Euro auf 1.108 Euro steigen, mithin um 85 Prozent. Der Spezialfall ist kein Einzelfall: Laut GDV-Zahlen steigt fast ein Sechstel, nämlich rund 6,7 Millionen Fahrzeuge, in höhere Klassen auf, darunter Modelle wie der Kia Carens 1.7 CRDI, der gleich um vier Stufen steigt.

Eine aus Sicht von Versicherungsnehmern erfreulichere Nachricht kommt aus dem Teilbereich "Vollkasko". Jedes dritte vollkaskoversicherte Fahrzeug kommt demnach in eine niedrigere Klasse, wohingegen die Einstufungen für mehr als die Hälfte der Autos unverändert bleiben. Den kräftigsten Rutsch gibt es laut GDV für Autos wie dem Honda Jazz 1.2, dem Nissan Qashqai 1.2 und dem Porsche Boxster 3.4. Ihre Einstufung sinkt um je zwei Stufen.

Kfz-Versicherungsgebühren sparen

Man muss gleichwohl nicht erst umziehen, um Kfz-Versicherung sparen zu können. Der Kfz-Tarifvergleich lohnt sich immer. Nicht zuletzt deshalb, weil Typ- und Regionalklassen nur zwei von vielen Merkmalen sind, die der Kfz-Versicherungs-Tarifberechnung zugrunde liegen. Hinzu kommen immerhin rund fünfzig persönliche Merkmale und Eigenschaften, darunter Fahrleistung, Alter des Fahrers, die Zahl unfallfreier Jahre, Standort des Fahrzeuges, Nutzungsart und vieles andere mehr.

Sonderkündigungsrecht nutzen

Wessen Beitrag steigt, hat kraft Gesetz ein Recht auf außerordentliche Kündigung. Wichtig: Wer davon Gebrauch macht, sollte in der Kündigung die Gebührenerhöhung als Kündigungsgrund nennen. Die Sonderkündigung muss zudem innerhalb eines Monats nach Erhalt der Erhöhung dem Versicherungsunternehmen mitgeteilt werden.

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