Mittwochs um 8 Uhr und Donnerstags um 14 Uhr
Während die erstaunte Öffentlichkeit dieser Wochen in Detroit, Bochum und andernorts die Folgen von Missmanagement und verfehlter Modellpolitik besichtigt, löst ein japanischer Hersteller ein, was manch großer Autoproduzent Jahr um Jahr nur versprach: Mitsubishi führt ein Elektro-Auto zur Serienreife.
Der nur 1,48 Meter schmale und 3,40 Meter kurze Stadtflitzer hört auf den sperrigen Namen Mitsubishi i-MiEV („Misubishi innovative Electric Vehicle“). Betrieben wird der kleine Japaner nicht mit einer sonst üblichen Nickel-Metall-Hybridbatterie, sondern mit technisch höher stehenden Lithium-Ionen-Akkus. 88 solcher Zellen verstaut Mitsubishi unter den vier Sitzen des Kleinwagens.
Zwar ist das E-Gefährt 200 Kilogramm schwerer als sein baugleicher Benzinkollege, doch mit 64 PS genauso leistungsstark. Die Besonderheit: Die maximale Kraft von immerhin 180 Nm steht von der ersten Sekunde der Beschleunigung an zur Verfügung.
Im Verbrauch ist das Elektro-Mobil unschlagbar günstig. Die Reichweite beträgt je nach Betriebsmodus bis zu 140 Kilometer, anschließend muss das Gefährt für sieben Stunden ans Netz (230-Volt-Steckdose). Das kostet je nach Stromtarif meist weniger als fünf Euro. Zum Verkaufspreis schweigt Mitsubishi jedoch noch. Einen Anhaltspunkt für den Ladenpreis gibt es jedoch: Das E-Mobil wird zunächst für den japanischen Markt produziert. Zweitausend Stücks sollen noch in diesem Jahr vom Band rollen. Dort kostet das Strom-Auto das Dreifache der baugleichen, seit sechs Jahren gebauten, Benzinvariante. Geplanter Verkaufsstart in Europa: 2010.
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