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Neues rund ums Auto

20 neue Modelle: Die Elektro-Mobilität gewinnt an Fahrt

Created by Autowerkstatt Kietz, 15754 Heidesee bei Berlin | |   News

Im Jahr der Corona-Pandemie hat sich Elektro-Mobilität in Deutschland so stark durchgesetzt, wie nie zuvor.

Im Jahr der Corona-Pandemie hat sich Elektro-Mobilität in Deutschland so stark durchgesetzt, wie nie zuvor. Inzwischen basiert jede vierte Neuzulassung auf einem alternativen Antrieb. Dazu zählen sowohl batterie-elektrisch betriebene Fahrzeuge als auch Hybrid-Fahrzeuge oder solche mit Brennstoffzellen-Antrieb. Das entspricht laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) einem Plus zum Vorjahr von mehr als 200 Prozent.

Elektro-Mobilität gewinnt an Akzeptanz

KBA-Präsident Damm nennt als Grund für die Akzeptanz der E-Mobilität positive Nutzererfahrungen, verlässliche Technik und wachsendes Angebot seitens der E-Auto-Hersteller. Das von der Bundesregierung formulierte Ziel von bis zu 10 Millionen zugelassener E-Fahrzeuge in Deutschland könne demnach bis zum Jahr 2030 erreicht werden.

E-Kleinwagen fahren voraus

Das stärkste Segment innerhalb der E-Autos sind laut KBA Kleinwagen. Auf die entfallen fast 30 Prozent aller Neuzulassungen des Jahres 2020. Das Segment Elektro-SUV erreicht knapp 20 Prozent, gefolgt von der Kompaktklasse mit 19,6 Prozent. Unter den Herstellern hat Volkswagen mit einem Anteil von 17,4 Prozent die Nase vorn, gefolgt von Mercedes (+14,9%) und Audi (+9%). All diese Zahlen summieren sich auf fast 400.000 Elektro-Neuzulassungen im Jahr 2020.

Autos werden stärker und schneller

Parallel zur steigenden Beliebtheit alternativer Antriebe wächst auch die Motorisierung. Der Autokäufer fährt auf besonders leistungsstarke Neuwagen ab. So lag die Motorisierung nach einer Auswertung des Duisburger CAR-Institutes im vergangenen Jahr durchschnittlich bei 165 PS – sieben Pferdestärken mehr als im Vorjahr. Der Trend zu mehr Leistung ist damit weiterhin intakt. Mit einer Ausnahme des Jahres 2009, als die staatliche Abwrackprämie besonders den Absatz von Kleinwagen ankurbelte, besteht der Trend zu mehr Leistung unter der Motorhaube inzwischen seit drei Dekaden. Mit der Motorkraft wuchs auch die durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit – auf inzwischen 202 Kilometer je Stunde, wie die Duisburger errechneten. Experten gehen auch für die kommenden Jahre von weiter steigenden Leistungsdaten der Neuwagen aus.

Rund 20 neue Elektromodelle in 2021

Im aktuellen Jahr 2021 erwarten Marktbeobachter rund 20 neue E-Auto-Modelle – befeuert auch durch die Kaufprämie für Elektroautos, die im Sommer 2020 auf bis zu etwa 10.000 Euro erhöht und der steuerfinanzierte Zuschuss kurze Zeit danach bis zum Dezember 2025 verlängert wurde worden war. Rechnet man die Facelift-Modelle hinzu, erwarten Autokäufer 2021 mehr als 40 neue E-Modelle, wobei Audi, VW, Mercedes mit je zwei neuen E-Autos und BMW mit drei Modellen vertreten sein wird. Hinzu kommt ein neuer Wasserstoff-Pkw von Toyota.

VW ID.4

Eines der ersten Modelle des Jahres 2021 wird er ID.4 von VW sein. Er hat die gleichen Abmaße wie der VW Tiguan, bietet aber mehr Platz. Kunden können aus zwei Batteriegrößen mit bis zu 350 km oder bis zu 520 km Reichweite wählen. Der Basispreis des im ersten Halbjahr auszuliefernden „E-Wolfsburgers“ beträgt 36.950 Euro.

Dacia Spring

Als günstige E-Variante schickt Renault den Dacia Spring ins Rennen. Nach Abzug der Förderprämie soll er noch etwa 10.000 Euro kosten. Die Reichweite fällt mit 200 Kilometern im Vergleich zum Durchschnitt geringer aus.

Citroën Ami

Citroën lässt 2021 den Citroën Ami vom Band. Der Zweisitzer kostet in Frankreich ab 6.900 Euro und schafft es auf eine Reichweite von 75 Kilometern. Der „Elektro-Floh“ darf bereits von Jugendlichen mit Führerscheinklasse AM gefahren werden. (Die Führerscheinklasse AM setzt ein Mindestalter von 16 Jahren voraus, ein Kleinkraftrad mit einem Hubraum von 50 ccm und eine maximale Geschwindigkeit von 45 km/h.)

Audi Q4 e-tron

In der Elektro-Mittelklasse ist das Angebot besonders groß. Audi schickt den Q4 e-tron ins Rennen. Je ein Motor treibt die Vorder- und Hinterachse an – eine elektronische Steuerung für die Koordination der Momentenverteilung inklusive. Der Heckmotor leistet 150 KW, der Frontmotor bis zu 75 KW, in Summe also 225 KW. Nach traditioneller Pferdestärken-Rechnung sind dies 306 PS. Der Akku wiegt 510 Kilogramm, liegt tief im Fahrzeugboden und speichert – für eine Reichweite von mehr als 450 Kilometern – eine Energie von 82 KWH. Neu wird das großformatige Head-up-Display mit Augmented Reality-Funktion sein. Branchenbeobachter schätzen den Basispreis auf 40.000 bis 45.000 Euro.

Mercedes EQS

Mercedes stellt mit seinem EQS-Modell seine „elektrische S-Klasse“ vor. Vermutet wird eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern. Den Preis verrät Mercedes bislang nicht, er dürfte jedoch jenseits der 100.000 Euro liegen.

Porsche Taycan Cross Turismo

Ähnliche Preise dürfte man in Zuffenhausen für den Porsche Taycan Cross Turismo aufrufen. Der vollelektrische Sportwagen, der als Mischung aus SUV, Kombi und Sportwagen daherkommt, dürfte vermutlich 625 PS Systemleistung auf die Straße bringen.

Skoda Enyaq

Bereits bestellbar und konfigurierbar ist der Skoda Enyaq. Mit drei angebotenen Batteriegrößen kommt er auf Reichweiten zwischen 340 und 510 Kilometern. Die Preise reichen von 33.800 Euro (50er Akku) bis zu knapp 44.000 Euro (80er Akku). Stilistisch orientiert sich der Enyaq an der Skoda-Linie, plus einer Portion Extravertiertheit. Gegen Aufpreis ist eine Frontbeleuchtung namens "Crystal Face" mit 130 LEDs erhältlich, die eine animierte Coming/Leaving Home-Funktion ermöglichen sollen. Der Skoda Enyaq ist kürzer als ein Octavia, bietet aber mehr Platz.

Skoda will 2021 daneben noch eine auf 1895 Exemplare limitierte „Founders Edition“ auf den Markt bringen, die an das Gründungsjahr von Skoda erinnern soll.